Abmahnung – was nun?

Abmahnungen dienen bestenfalls der Warnung, aber meistens der Vorbereitung einer Kündigung. Arbeitsrechtliche Kündigungen können für den Arbeitnehmer existenzbedrohend sein. Ein verlorener Kündigungsschutzprozess bei einer nicht sorgfältig vorbereiteten Kündigung für den Arbeitgeber auch.

Wir vertreten – natürlich nie im gleichen Betrieb – sowohl Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer.

Aus Arbeitnehmersicht sollten Sie nach Erhalt einer Abmahnung folgende drei Reaktionsmöglichkeiten abwägen:

Sie können natürlich gegen die Abmahnung, was auch viele Rechtsanwälte anraten, klagen. Dies führt zu einer erheblichen Verhärtung des Arbeitsverhältnisses. Einzelne Arbeitsrichter formulieren, dass die Klage gegen eine Abmahnung in Wirklichkeit ein Antrag auf Aufhebung des Arbeitsverhältnisses sei.

Sie können eine Gegendarstellung, am besten mit fachanwaltlicher Unterstützung, aber in Ihrem Namen verfassen, die dann ebenso in der Personalakte enthalten ist. Damit halten Sie sich alle Optionen offen.

Sie können gar nicht reagieren, sollten dann aber das beanstandete Verhalten abstellen. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht wird Ihnen erläutern, ob in Ihrem Fall eine Reaktion erforderlich ist.

Aus Arbeitgebersicht sollten Sie möglichst schon vor Erteilung einer Abmahnung Folgendes geklärt haben:

Ist das Kündigungsschutzgesetz auf das zu kündigende Arbeitsverhältnis anwendbar? Kann der abgemahnte Verstoß nachgewiesen werden und sind noch Beweise zu sichern? Ist die Abmahnung rechtssicher formuliert und wirksam?

Für eine Beratung vereinbaren Sie eine Rücksprache unter unserem Kontakt-Link. Für eine Vertretung benötigen wir dann eine Vollmacht im Original, die Sie auch hier ausfüllen und ausdrucken können.

Vollmacht

Wir sollten dann alles Weitere persönlich, telefonisch oder per Mail klären. Bitte wenden Sie sich an:

Rechtsanwalt Peter Bischoff